Montag, 4. Mai 2009
Montag, 27. April 2009
Date
Donnerstag, 23. April 2009
Jung und Dynamisch
Dienstag, 21. April 2009
Sauer
Sonntag, 8. März 2009
Gedanken zum Weltfrauentag
Ich lerne, studiere und arbeite seit über 10 Jahren fast ausschließlich unter Männern. Ich habe mir viele Gedanken gemacht in den Jahren, habe viel gezweifelt und mir häufig gesagt daß doch eigentlich alles Ok sei. Ganz selten habe ich mich abgewertet gefühlt weil ich eine Frau bin. Manchmal wurde ich einfach respektlos behandelt aber ich wehre mich hier jedesmal Benachteiligung von Frauen zu sehen.
Und doch, da ist etwas. Etwas das ich langsam für mich formulieren kann, es aber wohl noch weiter differenzieren muss.
Ich bin es gewohnt in der Minderheit zu sein. Ich habe gelernt mich anzupassen ohne mich dabei vollkommen aufzugeben. Ich muss mich immer wieder neu positionieren.
Für die Männer ist es anders. Sie sind es nicht gewöhnt, sie haben zum Teil noch NIE mit einer Ingeneurin gearbeitet. Sie fühlen sich wie auf Glatteis, wollen im besten Fall nichts falsch machen. Und nehmen mir damit die Selbstverständlichkeit, sie schenken mir ein Maß an Aufmerksamkeit das meine Arbeit gebührt nicht mir.
Manchmal sind sie unbedacht, ein Beispiel: 11 Männer und ich nahmen an einem Seminar teil und sollten eine Aufgabe in Kleingruppen bis zum nächsten Morgen bearbeiten. Beim Essen schlug jemand aus meiner Gruppe ganz selbstverständlich vor:" Lasst uns das doch in der Sauna weiter besprechen, da war gestern auch nichts los." Und ich bin raus!
Ich freue mich auf den Tag an dem auch für mich Frauen in meiner Umgebung eine Selbstverständlichkeit sind.
Dienstag, 3. März 2009
Noch mehr Chef-Chef
Mein Chef-Chef ist auch nur ein Mensch. Und hat sich überschätzt. Er hätte sich nicht überschätzen sollen, aber es ist geschehen. Muss ich deswegen alles vergeben und vergesssen? Ist es für mich sinnvoll etwas zu unternehmen?
Ich denke ja.
Ich werde ihn noch einmal ansprechen. Dieses Gespräch sollte in einem normaleren Rahmen ablaufen, ich brauche Zeit für eine Reaktion insbesondere für so eine. Normaler Rahmen bedeutet für mich in einem Raum, unter vier Augen und mit Vorbereitung. Heute morgen habe ich keine Emotionen gezeigt, denn ich lebe meine negativen Emotionen nicht im Job aus, ich raste nicht aus, ich verliere nicht die Kontrolle. Doch werde ich ihm einen kleinen Teil meiner Emotionen mitteilen und ich werde meine Meinung zu diesem Fall noch mal darlegen. Denn ich bin mit der einfachen Aussage" der Chef-Chef-Chef hält es für zu früh" nicht zufrieden. Es gibt mir keine Sicherheit das nächstes Jahr in meinem Sinne entschieden wird und ich kann noch nicht einmal an meinen Schwachstellen arbeiten. Denn an "zu früh" kann nur die Zeit arbeiten und nur seine Einschätzung sagt ob die Zeit gut gearbeitet hat.
Langsam werde ich empfindlich
Ich trete an den Schreibtisch meines Chefs. Er schaut auf und schüttelt nur den Kopf, als Zeichen das er jetzt keine Zeit hätte, noch bevor ich etwas gesagt habe. Kurze Zeit später geht ein Kollege hin und mein Chef sagt: "Ich hab doch Zeit für jeden. Das soll jetzt nicht so abwertend klingen." Und geht mit dem Kollegen für eine halbe Stunde in den Besprechungsraum. Zu meinem Anliegen hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt ca. 10 Worte gewechselt.
Wieder nichts!
So Mein erstes echtes Feedback! sah es im September aus. Nun ist alles anders. Den erwarteten Gehaltssprung habe ich nicht bekommen Scheiße!. Und nun kam der nächste Rückschlag: Auch die Aufnahme für das Förderprogramm wird dieses Jahr nichts. Mein Chef-Chef-Chef hält es für zu früh ist die Aussage. Die mir mein Chef-Chef zuträgt. Hier sind immer die anderen Schuld, immer die die ich nicht ansprechen darf ohne massiv Autoritäten zu hintergehen. Nun soll ich nach einer übergreifenden Aufgabe suchen damit man mich nächstes Jahr aufnehmen kann. Ich bin total gefrustet.
Ich war verwundert wie schnell es gehen sollte. Hier mahlen die Mühlen meist langsam. Aber dann kamen diese Zusagen und ich habe mich drauf eingestellt, habe mich drauf gefreut. Und jetzt habe nichts außer einpaar nette Worte die mir nicht mehr soviel wert sind. Langsam untergräbt mein Chef-Chef das Vertrauen das ich in ihn setzte.
Als positives hat er mir gesagt ich sei sichtbar. Ja, kein Wunder, sind ja auch sonst nur Männer in diesem Haufen. Und nun drängt sich der Vergleich mit einem Kollegen auf: ganz wenig älter, zweiter Job (nicht wie bei mir erster), und der hat die tollen, übergreifenden Aufgaben. Ich sitze aber auch 600 Km von der Zentrale entfernt und er 4 m vom Chef-Chef-Chef entfernt. Von "parallel entwickeln" war die Rede. Sein Abschlusssatz: "Ich sehe für sie mehr, viel mehr." Ich glaube ihm nicht mehr.
Ich will eigentlich in diesem Bereich bleiben, aber ich werde mich wohl eher früher als später weiter bewerben müssen.
Samstag, 28. Februar 2009
Fremdschämen
„Eine Bekannte kennt das Phänomen und hat auch einen Namen dafür: Fremdschämen.“ Meine Reaktion war ein hörbares Fragezeichen. Worauf hin die Erklärung durchs Telefon kam. Sie hätte einer Bekannten von meiner absoluten Unfähigkeit Bridget Jones oder irgendeinen anderen Film mit Klamauk zu sehen berichtet.
Ich hatte immer gedacht ich sei die einzige die bei Dumm und Dümmer aus dem Kino gegangen ist weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Und ich meine wirklich nicht mehr ausgehalten habe. Es ist mir peinlich, unangenehm. In einem anderen Film bin ich vor/unter meinen Sitz gerutscht weil ich mir so etwas wirklich nicht ansehen kann.
Ich kann mir keine Filme/Serien oder irgendwas anschauen in der sich Menschen blamieren oder blamiert werden. Der Klassiker für mich ist eine Szene aus Friends oder der britischen Version davon in der ein Mann sich auszieht, die Partnerin aber nur eine Geburtstagsparty organisiert hat. Ich weiß nicht wie es ausging. Ich habe den Raum verlassen als die Zuspitzung zu deutlich wurde.
Bis jetzt haben alle meine Lieben mich immer ein wenig belächelt, aber irgendeinen Splen hat ja jeder.
Aber jetzt weiß ich das ich bin nicht alleine. Es gibt auch andere.
Ändern wird das nichts. Aber jetzt kann ich schneller erklären warum ich manche Filme nicht sehen will, warum ich manche Spiel auf Partys nicht aushalte.
Donnerstag, 19. Februar 2009
Kommunikation
Ich wäre gerne Smalltalk begabter. Eigentlich geht es eher um vom Smalltalk auf eine persönlichere Ebene zu kommen und das bei Geschäftsbeziehungen. Privat kann ich das, Smalltalk führt zu echten Gesprächen, führt zu Vertrauen. Beruflich bin ich viel vorsichtiger, ich stelle überhaupt keine Fragen die ich als Privat einstufe. Darunter fallen schon alle Fragen die Partner oder Kinder betreffen. Sogar nach den Hobbies traue ich mich nicht zu fragen. Auch möchte ich meinen Singlestatuts nicht mit denen besprechen. Viele, gerade ältere, Kollegen reagieren betroffen, als sei ich zu bedauern.
Mein Kollege schafft es mit ihm vormals Fremden über den Hausbau, die Finanzierung, die Kindererziehung und so weiter zu sprechen. Er hat ein echtes Talent dafür. So wie er will ich nicht werden weil bei ihm diese Gespräche schon mal 30 Minuten dauern und es nicht nur um den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung geht sondern insbesondere einfach ums tratschen. Etwas neidisch bin ich trotzdem.
Mein Ziel ist es also die etwas privater Gespräche zu führen. Mehr von den Menschen erfahren und auch selber etwas mehr zu erzählen.
Date
Gestern Abend war es richtig nett. Wir haben viel geredet und ich habe zu viel erzählt. Wir haben viel gelacht und noch mehr über die Arbeit gesprochen. Es wäre ein wunderbarer Abend gewesen wenn er nicht immer wieder meine Hand genommen hätte. Ich habe nichts dagegen das er meine Hand nimmt. Aber es wirkt immer so als dürfe ich das nur zulassen wenn ich weiter Absichten habe. Habe ich aber nicht.
Oder …. über was nettes, genießerisches, flüchtiges würde ich mich freuen. Aber mit dem Mann kann und will ich keine Beziehung führen. Wir haben nichts außer Arbeit gemeinsam. Er ist nett und humorvoll, aber er interessiert sich nicht für Neues. Er schwimmt nur an der Oberfläche, er kann nicht mit sich alleine sein, er braucht immer Input von außen.
So, aber wie gehe ich damit um? Ich kann mir so schlecht vorstellen ihm ohne Anlaß zu sagen das aus uns nichts wird. Dafür müßte ich mehr von und über mich sagen als ich will. Und insbesondere ist es mit peinlich, weil auch ich im was unterstelle was er noch nicht gesagt hat.
Herrje, bin ich ungeübt in so was.







